Rundwanderung – Felixer Alm und Weiher

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Rundwanderung – Felixer Alm und Weiher

Eine lohnenswerte Rundwanderung für alle Jahreszeiten, die auch im Winter gut machbar ist. Eventuell kann man bei genügend Schnee diese Wanderung auch mit Schneeschuhen machen oder mit einer Rodelpartie verbinden.
von Christl Fink

Wir fahren im schneearmen Dezember mit dem Bus 246 über den Gampenpass bis zur Haltestelle Lochmannbrücke. Dort gibt es auch einen kleinen Parkplatz für diejenigen, die nicht auf das eigene Auto verzichten wollen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt unser Wanderweg.

Zur uralten Linde
Auf Markierung 56 wandern wir auf einem breiten Forstweg in mäßiger Steigung aufwärts. Jetzt, wo alles schneebedeckt ist, bleiben wir auf dem Weg, der teilweise mit jungen Fichtenbäumchen gesäumt ist, die sich unter der weißen Last biegen. Bald entdecken wir rechts ein Bächlein, das trotz der Kälte munter bergab sprudelt. Weiter oben ist es am linken Wegrand unser Begleiter. Und plötzlich sehen wir links einen Bildstock mit dem hl. Hubertus. Der Stock ist aus einer uralten Linde, die früher auf dem Dorfplatz von St. Felix stand und wohl so manches vom Dorf­leben gesehen haben muss. Wir erreichen die Abzweigung, die über die Tillwiesen zum Schönegg führt. Für uns geht es weiter auf der Markierung 49. Keine Menschenseele, kein Vogelgezwitscher – der Wald atmet eine große Stille.

Kunstwerke aus Eis

Der Hubertus – Bildstock im Lindenstrunk

Zur Felixer Alm
Vorbei am Biotop Bruggermoos, das unter seiner Schneedecke ruht, vorbei wandern wir in weiten Serpentinen gemächlich aufwärts, bis der Weg einen scharfen Rechtsknick macht und binnen 5 Minuten sind wir auf der Felixer Alm, die bis April an den Wochenenden (Sa./So.) geöffnet hat. Unterhalb der Hütte geht es zu einer schmalen Brücke, auf der wir einen kleinen Bach überqueren und wählen dann den Weg zum Weiher, der bergauf führt. Vorbei am Gasthaus Waldruhe erreichen wir den oberen Teil des Sees. Auch hier herrscht völlige „Waldruhe“, da es geschlossen ist, aber auf der Sonnenseite stehen auf der Veranda einige Holzhocker, wo wir unsere mitgebrachte Stärkung genießen können.

Der See mit den drei Namen
Für die Bewohner von St. Felix ist er natürlich der Felixer Weiher, für viele ist er der Tretsee und auf italienischen Wanderkarten wird er auch als lago di Santa Maria bezeichnet. Im Sommer ist er ein beliebter und viel besuchter Badesee. Heute lässt ihn die weiße Schneedecke, die darübergebreitet ist nur erahnen. Wenn die Kälte länger andauert, werden sich sicher wieder Mutige oder auch Wagemutige übers Eis des zugefrorenen Sees wagen. Wir freuen uns, ihn, uns nach links wendend, sicher zu umrunden. An seinem Südufer entdecken wir rasch den Wegweiser nach Tret, der mit der Markierung 512 angegeben ist. Da es gleich weit ist, wie nach St. Felix, jeweils 50 Minuten, wählen wir die andere Variante nach Tret.

Die Felixer Alm im Winterschlaf

Der idyllische See

Erst Richtung Tret
Zuerst führt uns der Forstweg eben dahin, doch bald geht es zwischen zwei Holzzäunen bergab. Immer wieder gibt es markierte Abkürzungen, die wir nehmen. Nach einer weiten Kurve, entdecken wir plötzlich rechts an einem Baum einen roten Markierungspfeil und einen gespurten Pfad, der in diese Richtung führt. Auf diesem geht es nun lang, teils eben, teils leicht bergab, aber immer in Richtung Sankt Felix. Wir müssen aufmerksam auf die rotweiße Markierung achten und erst ganz am Ende unseres Weges entdecken wir ein Schild mit der Nummer 57 und der Angabe: St. Felix. Nur noch ein kurzes Stück, dann sind wir auf dem Fahrweg zum Felixer Weiher und nach wenigen Schritten haben wir den Parkplatz erreicht.

Zurück zum Ausgangspunkt
Nun geht es auf der Asphaltstraße, an einigen Häusern vorbei, bis zu einem Bildstock. Gleich dahinter finden wir einen Wegweiser, der uns mit der Nummer 9 A in den Wald führt. Auf einem schönen Waldsteig wandern wir zuerst eben, dann abwärts bis vor einen Hof hinunter und ab jetzt kurz die asphaltierte Höfestraße abwärts zur Hauptstraße. Für jene, die mit dem Pkw gekommen sind, geht es nun kurz nach rechts die Straße entlang, bis zum Parkplatz an der Lochmannbrücke. Ansonsten empfiehlt es sich, nach links über den Gehsteig bis zur nahen Haltestelle Sandegg zu wandern. Zwei Häuser weiter befindet sich die kleine Bar Rose. Falls bei Neuschnee der vom Forstweg nach Tret abzweigende Pfad nicht ausgetreten ist, empfiehlt es sich, direkt zur Hauptstraße nach Tret zu gehen und dort den Bus zu nehmen.

In Richtung Tret

Willkommene Abkürzung

INFO
Anfahrt: Mit dem Linienbus (Fondo Nr. 246) oder mit dem Pkw über den Gampenpass in Richtung St. Felix bis zum Parkplatz gleich hinter der Lochmannbrücke, bzw. zur gleichnamigen Bushaltestelle.
Ausgangspunkt: Bushaltestelle Lochmannbrücke (vor St. Felix) bzw. Parkplatz. Ausgangspunkt Lochmannbrücke: 1336 m > Felixer Alm (1630 m): 1.15 Std. > Felixer Weiher (1604 m) : 15 Min. > gebührenpflichtiger Parkplatz (1400 m): 1 Std. > Ausgangspunkt: 30 Min.
Gehzeit: insgesamt rund 3 – 3,30 Std.