Von Durnholz zur Seebalm
1. Oktober 2026
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Der Bruthendler in Algund

Als Hofstelle ist der Bruthendler erst im 18. Jahrhundert urkundlich dokumentiert. Die sogenannte Weinleite, der Weinberg unter dem Lausenberger, wird hingegen bereits seit rund 400 Jahren in historischen Dokumenten erwähnt. Veit Pamer hat diese Quellen für seine 26. Hof- und Familiengeschichte studiert und die Entwicklung des Hofes nachgezeichnet. Besonders interessant ist die Geschichte des Weinbergs. Über mehr als 100 Jahre gehörte er dem Kloster Steinach. Mitte des 18. Jahrhunderts übernahmen Maria Kiem und Josef Leiter den Bruthendler. Auf sie führt die heutige Besitzerfamilie zurück. Auch der Hofname hat seinen Ursprung in der Weinleite, die in alten Urkunden als „Bruthenn Weinleite“ bezeichnet wurde. Um 1800 übernahmen Jakob Kiem und später seine Schwester Rosa den Weinberg samt Hofstelle. Die Bezeichnung ging schließlich auch auf die dortige Gastwirtschaft über. Der heute ungewöhnliche Name verweist somit auf eine jahrhundertealte Flurbezeichnung. Mit seiner Hof- und Familiengeschichte dokumentiert Pamer nicht nur Besitzverhältnisse und Jahreszahlen, sondern stellt vor allem die Menschen und das bäuerliche Leben über Generationen in den Mittelpunkt. Heute bewirtschaftet Andreas Leiter, der älteste Sohn, den Hof. Die Familie ist in Algund auch für ihr musikalisches Engagement bekannt. Bei der Buchvorstellung sprach der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Pahl über die Bedeutung des Bauernstandes und die Werte, die sich in den Hofgeschichten widerspiegeln. Die Geschichte eines Hofes sei immer auch ein Stück Landes- und Kulturgeschichte. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Burggräfler Singkreis unter der Leitung von Veit Pamer sowie Zither- und Gitarrenmusik.


Redaktion