Wandern unterm Weißhorn

Ulten auf Kurs
17. September 2026
Wo Geschichte auf Moderne trifft
17. September 2026
Alle anzeigen

Wandern unterm Weißhorn

Eine Wanderung unterm Weißhorn, im Blick die wilden Zacken der Rosengarten-,
sowie der Latemargruppe, von Alm zu Alm, mit dem Ziel: der Wallfahrtsort Maria Weißenstein.

Noch nicht Mitte August! Die Haltestelle gleich nach dem Lavazèpass ist die „malga Varena“ und hier steigen wir aus. Unterhalb der Straße befindet sich die Alm, die bewirtschaftet und geöffnet ist.

Von Alm zu Alm

Gleich dahinter, unterhalb der Straße in Richtung Weißhorn entdecken wir den Forstweg, aber es gibt keine Markierung. Etwas verunsichert, jedoch nach Rückfrage beim Hüttenwirt, gehen wir mutig weiter und nach etwa 20 Minuten entdecken wir endlich die Wegweiser, nach denen wir gesucht hatten. Nun brauchen wir nur noch der Beschilderung zu folgen. Erst abwärts, in ein Tälchen, das wir über eine Holzbücke überqueren, dann am Biotop Auerleger –
Moor vorbei, kurz etwas ansteigend – und schon sehen wir die Auerleger  Alm (1872 m) mit herrlichem Panoramablick.

Zum Almgasthaus Neuhütt

Den Kinderspielplatz unter den Bäumen, eine kleine „Tierwelt“, sowie den großen Parkplatz beim Almgasthaus lassen wir hinter uns und gehen die wenigen Schritte aufwärts bis zum Schild: Forstweg Neuhütt. Ein Stück müssen wir die Forststraße entlang, viel benutzt von den Radlern. Nach etwa 10 Minuten entdecken wir die Abzweigung 1 A, auf der wir kurz ansteigend den Wanderweg, der in einer Stunde zum Almgasthaus Neuhütt führt, erreichen. Endlich sind wir fort von den vielen Radfahrern, die uns ständig überholen oder entgegenkommen. Erste Silberdisteln und der Schwalbenwurz – Enzian künden den nahenden Herbst an. Der Wanderweg führt leicht abwärts, dann über eine große Kuhweide, an einer Sommerfrischhütte vorbei und schon sehen wir Neuhütt mit seinem idyllischen kleinen Weiher, bedeckt von weißen Seerosen in voller Blüte.

Über den Laabberg

Weiter geht es, nunmehr erst in Richtung Deutschnofen, Markierung 1, dem Weiher entlang. Der Forstweg führt an der dichtgemachten, hölzernen Hirschhütte vorbei. Ein Schild weist darauf hin, dass wir uns im Landschaftsschutzgebiet „Laabberg“ befinden. An einigen Aussichtspunkten vorbei kommen wir linkerhand zu Wegweisern. Der Forstweg führt direkt zur Laabalm, doch ein schöner Steig weist mit der Markierung 1 B zu unserem nächsten Ziel. Der vorerst schmale, dann breiter werdende Steig führt uns stetig abwärts. Wir queren den, von der Laabalm herabführenden Forstweg und wandern durch den Wald bis zu einer idyllischen Forsthütte mit Brunnen und Löschweiher.

Abenteuer zum Petersberger Leger

Unsere Markierung führt einem Zaun entlang direkt in ein Weidegebiet, aber dieses ist plötzlich abgeschlossen. Die Verantwortlichen wollen wohl wegen der vielen Wanderer, die mit Hunden unterwegs sind, kein Risiko eingehen. Wir wandern einfach dem Zaun entlang nach rechts und dann weglos durch den Wald abwärts, bis wir weiter unten wieder auf den Forstweg stoßen. Ansonsten müssen wir oberhalb der Forsthütte über den Forstweg hinunter. So kommen wir in weitem Bogen zu den Petersberger Legern, die auch mit einer Rast zu Speis und Trank einladen. Gleich unterhalb der Alm führt die Forststraße weiter.

  

Unsere letzte Etappe

Bald entdecken wir immer wieder einen schmalen, nicht markierten Steig, der quer zur Straße abwärts verläuft.  So kürzen wir sie bedeutend ab. Wir kommen wieder zum Fahrweg und zum Bach. Jenseits steigt er an und bald finden wir rechts, nahe eines Schotterhaufens, einen nicht markierten Weg, der direkt in den Wald hineinführt. Diesen nehmen wir und weichen so dem Asphalt aus. Kurz vor Weissenstein kommen wir wieder zur Straße. Schon sehen wir die Kirchtürme; noch kurz aufwärts, dann haben wir für heute unser Ziel erreicht. Wir müssen nicht lange auf den Bus warten, der uns durch das Eggental direkt nach Bozen bringt, dankbar für diesen Tag voller neuer Eindrücke.


Christl Fink