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Der Jugendfußball lebt

Seit rund 63 Jahren ist Peppi Schermer dem Fußball verbunden. Nach vielen Jahren als aktiver Spieler war er etwa 35 Jahre lang als Trainer, Jugendtrainer und Sektionsleiter tätig.

Seit der Saison 2010/2011 begleitet er als Bezirksleiter des VSS-Fußballs im Burggrafenamt die Entwicklung des Jugendfußballs in der Region. Schermer blickt mit großer Zufriedenheit auf die Saison 2025/2026 zurück. Besonders erfreulich war die Rekordbeteiligung im Nachwuchsbereich. An den VSS-Meisterschaften nehmen in ganz Südtirol 581 Jugendmannschaften mit rund 8.600 Kindern und Jugendlichen teil. Hinzu kommen 96 weitere Mannschaften in den Freizeitmeisterschaften. Auch das Burggrafenamt verzeichnet beeindruckende Zahlen. Hier stehen 103 Jugendmannschaften mit rund
1.500 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren im Meisterschaftsbetrieb. Weitere 21 Mannschaften nehmen an den Freizeitbewerben teil. Insgesamt werden im VSS jedes Jahr rund 5.000 Spiele ausgetragen, die von etwa 140 Spielleitern betreut werden. Hinter diesen Zahlen steckt ein großer organisatorischer Aufwand, der nur dank des Einsatzes vieler engagierter Menschen bewältigt werden kann.

Rekordsaison im Nachwuchsfußball

Schermer freut sich besonders darüber, dass die positive Entwicklung in allen Vereinen und Altersklassen sichtbar wird. Deshalb möchte er keine einzelne Mannschaft hervorheben. Vielmehr sei zu beobachten, dass sich die Jugendlichen kontinuierlich weiterentwickeln und sowohl technisch als auch spielerisch große Fortschritte machen. Welche Mannschaften die größten sportlichen Erfolge der Saison feiern konnten, wird sich bei den VSS-Landesfinalspielen am 14. Juni in St. Lorenzen zeigen. Bereits jetzt ist jedoch deutlich erkennbar, mit wie viel Einsatz, Leidenschaft und  Begeisterung die Vereine aus dem Burggrafenamt unterwegs sind. Gerade diese Begeisterung beeindruckt Schermer immer wieder. Bei den zahlreichen Spielen, die er während einer Saison besucht, erlebt er die Freude der Kinder am Fußball hautnah mit. Für ihn machen die Motivation, der Einsatzwille und die Leidenschaft der jungen Spieler den besonderen Reiz des Jugendfußballs aus.

     
      

Ausbildung als Grudlage
Neben den sportlichen Leistungen ist die Organisation des Spielbetriebs Jahr für Jahr eine große Herausforderung. Es müssen Spielpläne erstellt, Sportplätze koordiniert und ausreichend Spielleiter eingeteilt werden. Im Burggrafenamt stehen dafür derzeit rund 40 Spielleiter zur Verfügung. Besonders erfreulich ist, dass viele von ihnen sehr jung sind. Verantwortlich dafür ist Bezirksobmann Reinhard Grosschedl, der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für das Schiedsrichterwesen einsetzt. Durch seinen Einsatz können immer wieder neue junge Unparteiische gewonnen werden. Die Vereine leisten in diesem Bereich hervorragende Arbeit bei der Ausbildung der Nachwuchsspieler und schaffen optimale Bedingungen für die sportliche Entwicklung ihrer Jugendlichen. Ergänzend dazu bietet der VSS mit den Fußballförderzentren Ost, Mitte und West talentierten Spielern die Möglichkeit, einmal pro Woche ein zusätzliches Training zu absolvieren und ihre Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei die Trainer und Betreuer ein. Sie investieren einen großen Teil ihrer Freizeit, um die Kinder nicht nur sportlich, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten. Dazu besuchen sie regelmäßig Fortbildungsangebote des VSS, die ihnen wertvolle Impulse für ihre Arbeit vermitteln.

Blick nach vorne

Mit Blick auf die kommende Saison stehen einige Veränderungen bevor. So werden die Altersklassen U8 und U9 ab der Saison 2026/2027 keine Meisterschaftsspiele mehr austragen, sondern ausschließlich an Turnieren teilnehmen. Das Ziel dieser Neuerung besteht darin, den Kindern mehr Ballkontakte, mehr Spielzeit und bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Der Fokus soll künftig auf der Ausbildung und der Freude am Spiel als auf den Ergebnissen liegen. Ähnliche Modelle haben sich in Deutschland und Österreich bereits erfolgreich bewährt. Die stetig steigende Zahl an Kindern und Jugendlichen in den Vereinen zeigt, dass der Fußball weiterhin einen hohen Stellenwert genießt. Gleichzeitig legt der VSS großen Wert auf Fairplay und gegenseitigen Respekt. Spieler, Trainer, Spielleiter und Zuschauer sollen einander mit Wertschätzung begegnen. Auch wenn in diesem Bereich bereits viel erreicht wurde, sieht Schermer weiterhin Verbesserungspotenzial. Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb klar: Auf und neben dem Spielfeld soll ein respektvoller Umgang selbstverständlich sein. Gewinnen und Verlieren gehören zum Sport dazu, entscheidend ist jedoch, dass die Werte des Sports stets im Mittelpunkt stehen. Abschließend unterstreicht Schermer die große Bedeutung der Nachwuchsförderung. Gerade in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, bietet der Sport einen wichtigen Ausgleich. Fußball fördert nicht nur Bewegung und Gesundheit, sondern auch Gemeinschaftsgeist, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenzen. Darüber hinaus leistet er einen wertvollen Beitrag zur Integration und stärkt das Miteinander in der Gesellschaft.

 

Redaktion