

Algund wird Mitte Mai zum Treffpunkt von Menschen, deren Lebenswege weit über das Dorf hinausführen. Unter dem Titel „Begegnungen – Algund trifft Algunderinnen und Algunder in der Welt“ laden der KVW Algund und der Bildungsausschuss Algund zu einem besonderen Wochenende ein. Vom 15. bis 17. Mai kehren zahlreiche Algunderinnen und Algunder, die heute im Ausland leben oder arbeiten, in ihre Heimatgemeinde zurück. Den Auftakt bildete am Freitagabend ein Podiumsgespräch in der Aula der Mittelschule Algund. Moderiert wird der Abend von Renate Holzner, die mit den Gästen über ihre Lebenswege, ihre Erfahrungen in anderen Ländern und ihre Verbindung zu Algund sprach.
Zu den Gesprächspartnern zählten unter anderem der Chirurg Lukas Prantl, Klinikleiter in Deutschland, der Rektor der ETH Zürich Günther Dissertori, der ORF-Meteorologe Daniel Schrott aus Wien, der Bankbeamte Sigmar Ladurner, der Anatomie-Professor Johannes Frasnelli sowie die Universitätsdozentin Anna Stecher. Sie alle haben Algund einst verlassen, um anderswo zu studieren, zu arbeiten oder eine Karriere aufzubauen. An diesem Abend erzählen sie von ihren Beweggründen, von Herausforderungen und Chancen im Ausland – und davon, was ihre Heimatgemeinde heute noch für sie bedeutet. Am Samstag setzte sich das Programm mit Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten fort. Nach einem Empfang vor der Pfarrkirche mit der Bläsergruppe der Musikkapelle Algund und einer kurzen Andacht führte eine kulturhistorische Exkursion durch den Ortsteil Steinach. Anschließend stellt Bürgermeisterin Alexandra Ganner im Thalguterhaus die Entwicklung der Gemeinde vor.
Der Nachmittag bietet weitere Gelegenheiten zum Austausch: Führungen durch die Sennerei und die Pfarrkirche, eine Filmvorführung über „Algund früher und heute“ sowie ein gemütlicher Ausklang bei Kaffee, Kuchen und Musik. Im Mittelpunkt des Wochenendes steht jedoch vor allem eines: die Frage nach der Bedeutung von Heimat.
Josef Prantl