Palais Esplanade Meran Steinach
10. Mai 2019
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Mutter und Kind

Viel Liebe und Geborgenheit, Natur und Spielplätze zum Austoben, das sind die wichtigsten Zutaten für eine glückliche Kindheit. 

 

Ob Paare mit Kinderwunsch, werdende Eltern oder frischgebackene Eltern – meist treten viele Fragen auf. Die Schwangerschaft, die Geburt eines Kindes und die Zeit danach zählen zu den schönen Momenten des Lebens, stellen jedoch eine große Herausforderung für Mütter und Väter sowie für die Partnerschaft dar. Mütter wissen, was ihren Kin­dern am besten bekommt. Aber dennoch, Kleidung aller Art, Mode von heute, es gibt vie­les, worüber es sich nachzudenken lohnt. Wir haben darüber mit Sabine Hafner und Stephanie As­ter, von KidsWear in Lana, ge­sprochen.

Worauf sollten Eltern bei der Kleidung für ihr Neugeborenes in den ersten Jahren achten? 

Sabine Hafner: Vor allem in den ersten Lebensmonaten bzw. -jahren ist es besonders wichtig, auf eine gute Qualität der Bekleidung und ausgewählte Materialien (Bio-­ Baumwolle, Wolle, Bambus usw., keine synthetischen Phasern) zu achten. Empfehlenswert sind dabei Produkte mit einer GOTS oder mindestens einer Öko-Tex Standard 100 plus Zertifizierung. Vor dem ersten Gebrauch gilt die Faustregel bei jeder Altersgruppe, die Kleidung mindestens einmal zu waschen, um eventuelle Schadstoffe zu entfernen. Als dreifache Mami empfehle ich gerade für Babys immer wieder bequeme, weiche und leicht anzuziehende Bekleidung und Designs zu wählen, welche sich sehr gut auch heiß waschen lässt.

 

Was hat sich in der Baby- und Kinderkleidung im Vergleich zu früher geändert?

Zu Omas Zeiten hatte man deutlich weniger Bekleidung, welche zudem noch von mehreren Kindern „aufgetragen“ werden musste, dafür war die Bekleidung qualitativ besser als heute und vor allem weniger schadstoffbelastet. Auch die Auswahl war im Vergleich zu heute minimalistisch. Frü­her wurde Bekleidung zum größten Teil selbst genäht. Heute können wir uns bei der Vielfalt der Auswahl des Angebotes kaum noch entscheiden. Es wird nach Bedarf und Gelegenheit gekauft. Schnäppchen finden sich zu jeder Zeit und überall. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei, dass vor

allem die Qualität und die Nachhaltigkeit darunter leiden. Dies sollte jedoch an erster Stelle stehen so wie unsere Kinder.

 

Das Kind kommt in die Grundschule. Was sind die „Trends“ in diesem Alter? 

Ganz klar als Trend würde ich die Socke als eigenständiges Accessoire definieren: Hoch das Hosenbein und zeig Socke!! Jahrelang war  die Tennissocke verpönt, nun wird sie wieder zum coolen, farbigen Trend. Egal ob Füßlinge, Stutzen oder die bunte Socke – mit jeder Art ist das Kind einfach eine coole Socke. Ganz deutlich kennzeichnet sich aber auch innerhalb der Kollektionen der Trend zur Einfachheit ab. Klare Linien, wenig verspielte Details. Einzelteile, welche als Allrounder gelten und alles mit allem kombinierbar ist.

 

Kitas und Tagesmütter: Wie schätzen Sie das Angebot im Burg­grafenamt ein?

Stephanie Aster: Ich höre immer wieder von unseren Kundinnen, dass die Plätze bei den Tagesmüttern doch sehr begrenzt sind und man weit voraus denken bzw. einen Platz reservieren muss. Das Baby ist noch gar nicht geboren und man soll sich schon Gedanken um dessen Unterbringung in einigen Monaten machen, ohne überhaupt zu wissen, wie sich bis dahin alles entwickelt. Das bringt einige Mütter doch sehr in Bedrängnis. Ein weiteres Thema, welches gerade jetzt im Frühjahr und während den Schul- sowie Kindergartenferien sehr oft diskutiert wird, ist die Betreuung der älteren Geschwister durch die Tagesmutter zu einem angemessenen, vernünftigen Preis. Grundsätzlich finden wir die Stimmung der Mütter jedoch sehr positiv den Tagesmüttern gegenüber und hören durchwegs gute Resonanzen, wenn es um die Betreuung geht.

 

Was macht einen tollen Spielplatz aus? 

Eigentlich braucht es dafür nicht sehr viel. Manchmal reicht schon ein Stückchen Natur und viel Phantasie. Egal ob der Spielplatz über tolle Rutschen, Schaukeln oder Klettergerüste verfügt, das Wichtigste ist ein guter Spielkamerad und viel Kreativität, dann wird jeder noch so kleine Spielplatz zum Erlebnispark.

Welche Art von Betreuung ist die beste für mein Kind?

Darüber machen sich werdende Eltern schon vor der Geburt des Kindes Gedanken. Wer nicht auf die eigene Familie zurückgreifen kann, hat verschiedene Möglichkeiten: Tagesmutter und Kita bieten sich vor allem für berufstätige Eltern an. Wer mehr zeitliche Flexibilität hat, greift gerne auf die beliebte Form der Spielgruppen zurück. Wesentliche Unterschiede dieser Angebote liegen vor allem im Eintrittsalter des Kleinkindes, in der Gruppengröße und in der Häufigkeit des Besuchs bzw. der Anzahl der Betreuungsstunden je Woche. Ab zwei Jahren, bei manchen schon früher, wird das kindliche Spiel zum Mittelpunkt der Kinder und somit ist dies der ideale Zeitpunkt für eine Einbindung des Kindes in eine Kindergruppe. Deshalb wird in den meisten Spielgruppen ein Eintrittsalter zwischen 18 Mo­naten und zwei Jahren vorgesehen. In der Spielgruppe können die Kinder in einer kleinen Gruppe wichtige Erfahrungen sammeln, erste soziale Kontakte knüpfen und sich mit anderen Kindern erleben.

Erste Trennung

Kindertagesstätten (Kitas) sind sozialpädagogische Einrich­tun­gen für Kleinkinder von drei Mo­naten bis drei Jahren. Kitas werden meist  von Sozialge­nos­sen­schaften oder Vereinen geführt. Das Konzept der Kinder­ta­ges­stät­te sieht eine flexible Be­gleitung der Kinder vor: Kinder können dort auch nur einige Stunden am Tag oder an einzelnen Tagen pro Woche betreut werden, und es dürfen maximal 30 Kinder aufgenommen werden. Das Land fördert Kinder­tagesstätten über die Fa­milien­agentur und setzt auf hohe Be­treu­ungsqualität.

Wie schwie­rig es jedoch ist, nach den ersten intensiven Monaten mit dem Baby es dann in fremde Hände zu geben, das erleben viele Eltern. Welche Betreuungsform ist die beste für mein Kind? Hilf­reich kann bei dieser Entschei­dung die Richtlinie „zufriedene Eltern – zufriedenes Kind“ sein. Geht es den Eltern gut und sind diese überzeugt, dass es dem Kind in der aus­­gewählten Be­treu­ung gut geht, so geht es meistens auch dem Kind gut, da es sehr sen­sibel auf die Emp­findungen, Be­denken und Ängste der El­tern reagiert. Wich­tigstes Kri­te­rium sollte die liebevolle Betreu­ung und ein kompetentes und vertrauenswürdiges Be­glei­ten sein.

 

Kinderbetreuung

Der Verein „Die Kinderwelt Onlus“ bietet in vielen Gemeinden Südtirols bedarfsgerechte Betreuungsangebote für die unterschiedlichsten Altersgruppen an: Nachmittagsbetreuungen während des Schuljahres, Sommer- und Ferienprojekte für Kindergarten- und Grundschulkinder und für die ganz Kleinen auch die beliebten Spielgruppen.

 

Das Eltern-Kind-Zentrum ist ein offener Treffpunkt und Kommunikationsort für werdende Eltern und Eltern mit Kleinkindern. Eltern können neue Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig beraten und gemeinsam mit den Kindern spielen oder diese stundenweise in die Kinderbetreuung geben. Das Elki bietet zudem verschiedene Seminare und Kurse an, wo sich Eltern auf die Geburt und das Leben mit einem Kind vorbereiten und sich mit Erziehungs-, Partnerschafts- und Familienfragen auseinandersetzen können.

 

von Michael Andres