Der sogenannte Bettenstopp in unserem Land sollte ein Instrument zur Steuerung des Tourismuswachstums sein. Er sollte helfen, Umweltbelastungen zu reduzieren und eine nachhaltige Tourismusentwicklung fördern.
Dieses Gesetz muss und darf jedoch kritisch bewertet werden, da trotz offizieller Begrenzungen seit 2022 fast 34.000 neue Betten durch „Ausnahmen“ entstanden sind, was die Wirksamkeit infrage stellt. Großinvestoren profitieren von leichterer Expansion, während kleine Betriebe wegen undurchschaubarer und unverständlicher Bürokratie benachteiligt werden. Politische Fristverlängerungen ermöglichen lukrative Bauprojekte trotz Begrenzungen. Umweltverbände kritisieren zurecht die widersprüchliche Politik, da gleichzeitig Millionen an Steuergeldern in Tourismuswerbung der IDM fließen, obwohl es für diese bereits einen Auflösungsbeschluss durch den Landtag gegeben hat. Die öffentliche Debatte ist gespalten und auch die Landesregierung selbst. Möge der Hausverstand zum Wohle der Bürger über die Geldgier siegen!
Walter J. Werth
