

Politik hat einen einfachen Auftrag. Sie muss dafür sorgen, dass das Leben der Menschen besser wird. Genau daran muss sie sich messen lassen. Wenn Wohnungen so teuer werden, dass sich selbst Familien mit zwei Einkommen kaum noch ein Zuhause leisten können, läuft etwas schief. Wenn Strom, Treibstoff und Lebensmittel immer mehr kosten und am Monatsende trotz Arbeit kaum noch Geld übrig bleibt, läuft etwas schief. Wer jeden Tag arbeitet, muss von seinem Lohn leben können. Wenn Pensionisten, die ihr Leben lang gearbeitet, Steuern bezahlt und den Wohlstand unseres Landes mit aufgebaut haben, in der Pension jeden Euro zweimal umdrehen müssen, läuft ebenfalls etwas schief. Wer jahrzehntelang seinen Beitrag geleistet hat, verdient im Alter Sicherheit statt Existenzsorgen. Auch beim Tourismus braucht es endlich Grenzen. Tourismus ist wichtig für Süd-Tirol. Aber wenn immer größere Bettenburgen entstehen, während sich Einheimische keine Wohnung mehr leisten können, hat die Politik jede Bodenhaftung verloren. Unser Land darf nicht für immer mehr Gäste ausgebaut werden, während die eigene Bevölkerung verdrängt wird. Wenn jedes Jahr rund 800 Süd-Tiroler auswandern, vor allem junge Menschen, ist das ein Alarmsignal. Wer hier geboren und aufgewachsen ist, muss auch hier eine Zukunft haben können. Gute Arbeit und leistbare Wohnungen dürfen keine Privilegien sein. Auch bei der Einwanderung braucht es klare Regeln und klare Grenzen. Ein Land, das nicht mehr weiß, wer kommt, wer bleiben darf und wer das Land wieder verlassen muss, verliert die Kontrolle. Wer bei uns leben will, muss unsere Gesetze respektieren, die deutsche Sprache lernen und bereit sein, sich in unsere Gesellschaft einzufügen. Wer straffällig wird oder unser Zusammenleben bewusst missachtet, darf nicht mit falscher Nachsicht behandelt werden. Wenn Probleme bei Sicherheit, Integration und Kriminalität kleingeredet werden, verspielt die Politik Vertrauen. Die Sicherheit der eigenen Bevölkerung muss an erster Stelle stehen. Politik darf sich nicht mit Rekordhaushalten und Sonntagsreden selbst feiern, während die Menschen im Alltag immer stärker unter Druck geraten. Es braucht weniger Ausreden und mehr Lösungen. Leistbares Wohnen, faire Löhne, niedrigere Lebenshaltungskosten, sichere Straßen, Maß beim Tourismus und Zukunftschancen für unsere Jugend. Daran muss sich Politik messen lassen! Wenn die Menschen in Süd-Tirol von ihrer Arbeit nicht mehr gut leben, sich keine Wohnung leisten und sich im eigenen Land nicht mehr sicher und zu Hause fühlen, dann muss sich die Politik ändern.
Sven Knoll