
Meran hat sich im August einmal mehr als Stadt des Sports und der Gastfreundschaft präsentiert. Mitte August war das italienische Frauen-Rugby-Nationalteam, die „Azzurre“, in der Passerstadt zu Gast. Die Nationalspielerinnen nutzten ihren Aufenthalt für einen intensiven Trainingsblock zur Vorbereitung auf die internationalen Aufgaben im Herbst. Für Meran war der Besuch zugleich eine schöne Gelegenheit, Spitzensport hautnah zu erleben. Nach den Trainingslagern in Parma und Corvara bildete Meran die letzte Station des sommerlichen Vorbereitungsprogramms. Unter der Leitung von Trainer Plinio Sciamanna und Teammanagerin Giuliana Campanella standen intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. Auf dem Combi-Sportplatz und in der Sporthalle arbeiteten die Spielerinnen an Kondition, Technik, Spielverständnis und dem Zusammenspiel als Mannschaft.
Empfang im Rathaus
Außerdem wurden die „Azzurre“ und ihr Betreuerteam im Meraner Rathaus von der Stadtregierung empfangen. Bürgermeisterin Zeller betonte, dass es für Meran eine besondere Freude sei, ein Nationalteam von internationalem Format beherbergen zu dürfen. Die Wahl der Stadt sei zugleich eine Anerkennung für die Qualität der Sportanlagen, der Dienstleistungen und der Gastfreundschaft. Vizebürgermeister Zaccaria hob die Bedeutung des Sports für Gemeinschaft und Zusammenhalt hervor. Sportreferentin Hölzl verwies auf die kontinuierliche Arbeit zur Aufwertung der Sportanlagen und die Unterstützung der örtlichen Vereine. Offenes Training für die Vereine. Besonders erfreulich war die Einbindung der lokalen Rugby-Szene. Am 19. August fand auf dem Combi-Sportplatz ein offenes Training statt, an dem auch die örtlichen Rugby-Vereine teilnehmen konnten.
Von 17.30 bis 19 Uhr hatten die jungen Rugby-Begeisterten die Möglichkeit, gemeinsam mit den „Azzurre“ zu trainieren, ihnen bei der Arbeit zuzusehen und Erfahrungen auszutauschen. Auch für die Bevölkerung waren einzelne Trainingseinheiten zugänglich. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer bot sich dabei die Gelegenheit, die hohe Intensität und Professionalität einer Nationalmannschaft unmittelbar mitzuerleben. Doch neben dem Sport blieb auch Zeit für Begegnung und Geselligkeit. Nach einem intensiven Trainingstag traf sich die Mannschaft am Abend im ost west club est ovest zu einem gemütlichen Umtrunk mit Pizza. In entspannter Atmosphäre wurde gemeinsam gegessen, geplaudert und gelacht. Der Abend bot den Spielerinnen eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag und gleichzeitig die Gelegenheit, Meran und seine Menschen auch abseits des Sportplatzes kennenzulernen.

Meran als Trainingsstandort
Der Besuch der italienischen Frauen-Nationalmannschaft ist Teil einer mittlerweile etablierten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Meran, dem Italienischen Rugby-Verband und der Rugby-Sektion des Sportvereins A.S. Merano. Bereits im vergangenen Jahr hatte Meran die italienische U20-Herren-Nationalmannschaft zu einem Trainingslager empfangen. Für die „Azzurre“ war Meran eine wichtige Etappe auf dem Weg zu den kommenden internationalen Herausforderungen. Im September wird die Vorbereitung in Silea fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen die Begegnungen gegen Japan und Südafrika in Fontanafredda im Rahmen der WXV Global Series 2026. Mit ihrem Aufenthalt haben die italienischen Rugby-Spielerinnen Meran sportlich und menschlich bereichert. Meran konnte damit einmal mehr zeigen, dass Sport, Begegnung und Lebensqualität hier bestens zusammenpassen.
Thomas Kobler