Martinsweg am Marlinger Berg

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Martinsweg am Marlinger Berg

Von Oberlana schweben wir mit der Seilbahn aufs Vigiljoch. Gleich an der Seilbahn starten wir. Wir wenden uns sofort nach rechts, Markierung 33. Unter dem Sessellift hindurch kommen wir auf einem breiten Forstweg zuallererst an einem, dem Verfall preisgegebenen Häuschen vorbei. Abweichende Wege beachten wir nicht, aus der Forststraße wird schließlich ein schöner Waldweg und in leichtem Auf und Ab kommen wir an Rastbänken, sowie an Aussichtspunkten vorbei, an Engstellen, an denen es auch felsig wird, bis sich der Weg schließlich dem weiten Almboden öffnet. Ein Brunnen mit klarem, frischem Wasser, mehrere Rastbänke, ein Wegkreuz und zahlreiche Hinweisschilder finden wir. Ein Sommerhaus, das sogenannte „Almbodenhüttl“ und unter dem Weg ein kleines Speicherbecken machen den Almboden aus.

Was aus dem Eggerhof
geworden ist

Vom Almboden ist es nicht mehr weit, und plötzlich sehen wir den Parkplatz, dann eine Feriensiedlung mit vielen kleinen, dunklen Holzhäuschen, gut ins Landschaftsbild passend, sowie das Martinskirchlein, das aber versperrt ist. Erst dahinter und fast versteckt erhebt sich das Gasthaus, das den heutigen Bedürfnissen durchaus gerecht wird. Seit die Buslinie 268 regelmäßig von der Töll aus über Quadrat in wildromantischen Serpentinen bis hier herauffährt, kommen viele, um das Panorama und das Essen zu genießen. Da der Martinsweg als Rundweg ausgeschildert und nur 1.30 Stunden lang ist, entscheiden wir uns hierfür. Über lange Zeit ist er identisch mit dem Alpenrosenweg, sowie mit der Markierung 27, die nach Aschbach führt.

Der Weg zur Quelle
Oberhalb des Gasthauses zeigt der Wegweiser nach rechts. An vier Besinnungsstelen zum Thema Wasser vorbei, erreichen wir bald die Quelle selbst mit dem alten Brunnen, nahe einer kleinen Holzbrücke. Weiter geht es in ebener Wanderung, teilweise ist der Weg – wohl wegen eisiger Stellen im Winter – mit Halteseilen gesichert. Wir kommen zu einer Forststraße, die wir nun nach links leicht ansteigend aufwärts müssen. Hin und wieder werden wir von Bergradfahrern überholt oder sie kommen uns entgegen, deshalb bleiben wir am Straßenrand. Schließlich kommen wir zu einer Kreuzung. Der Wegweiser nach Aschbach zeigt geradeaus weiter. Sankt Martin mit der Gans weist nach links.

Wo steckt Martin
mit der Gans?

Ein sehr schöner, kaum begangener Weg führt uns nun fast eben bis zu seinem Ende. Immer wieder faszinieren uns herrliche Weitblicke, zu den teils noch schneebedeckten Bergen und zur gegenüberliegenden Talseite mit dem kleinen Kirchlein von Vellau. Ganz rechts lugen die Spitzen der Dolomitengipfel heraus.
Wir kommen zu vielen Wegweisern und
gehen geradeaus weiter. Plötzlich ist der
Forstweg zu Ende und wird zum Steig, der sich leicht senkt. Diesem folgen wir über eine
kleine  Holzbrücke und kommen zu einem Waldrücken mit Tisch und Bänken.
Unser Weg jedoch führt rechts davon etwas steiler hinunter zu einem breiten Forstweg.

Übern Almboden zum Jochweg

Hier entdecken wir endlich wieder „unseren“ Martin mit der Gans und damit haben wir die Gewissheit, nicht in die Irre gegangen zu sein. Nun wandern wir gemütlich abwärts. Einmal erstreckt sich zur Linken eine große Alm mit ein paar schwarzen Rindern, die wiederkäuend ihre Mittagsrast halten. Und dann kommen wir von der anderen Seite wieder genau zum Almboden, den wir heute bereits kennengelernt haben. Am Brunnen noch rasch einen Schluck Wasser getrunken, dann geht es zügig weiter zum Ensemble der Eggerhöfe. Ob wir nun auf der schönen Terrasse des Eggerhofs den Tag ausklingen lassen, und mit dem Bus ins Tal fahren, oder noch ein Stück abwärts zur Haltestelle beim Flatscherhof wandern, entscheiden unsere Füße. Wir gehen unterhalb der Parkplätze den alten „Jochweg“ (Mark. 9)  in Serpentinen abwärts bis zum Flatscherhof, einer Jausenstation in herrlicher Aussichtslage, wo wir uns einen guten Kaffee gönnen und so endet ein interessanter Wandertag.

Christl Fink