Die ganze Stadt ist auf der Straße

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Die ganze Stadt ist auf der Straße

„Es ist das Highlight in unserem Eventkalender. Die ganze Stadt ist auf der Straße“, sagt Katharina Zeller.  Asfaltart bring Menschen zusammen: Jung und Alt feiern gemeinsam, und die Stadt wird zu einem offenen Raum für Begegnung, Kultur und Leben, freut sich die Bürgermeisterin.  Das Wochenende vom 12. bis 14. Juni verspricht wieder viel Buntheit, Vielfalt und Unangepasstheit –  wie Landesrat Philipp Achammer kürzlich auf der Pressekonferenz im Freien vor dem Sandplatz betonte.  Asfaltart feiert heuer seine 20. Ausgabe – und damit zwei Jahrzehnte voller Staunen, Begegnungen und magischer Momente unter freiem Himmel. Was vor zwanzig Jahren als mutiges Kulturprojekt begann, hat sich längst zu einem der bedeutendsten Straßenkunstfestivals  weit über die Landesgrenzen hinaus entwickelt. Organisiert wird Asfaltart vom Kunstverein Kallmünz mit Meinhard Khuen und Joachim Ellmenreich an der Spitze.

Der Verein wurde 1989 gegründet und verfolgt seither das Ziel, Kunst und Kultur aus „klassischen“ Räumen herauszuholen und für alle Menschen zugänglich zu machen. Ausstellungen, Performances, Fes­tivals und internationale Kulturprojekte prägen bis heute seine Arbeit.

Vom Kulturprojekt zum internationalen Festival

Das künstlerische Profil  von Asfaltart wird seit Jahren von Claudia Bellasi und Jordi Beltramo geprägt. Gemeinsam mit dem Organisationsteam sorgen sie dafür, dass sich die gesamte Stadt während des Festivals in eine offene Bühne verwandelt. Über 30 internationale Artistikgruppen und rund 100 Künstlerinnen und Künstler werden heuer erwartet, insgesamt stehen mehr als 200 Aufführungen auf dem Programm. Drei Tage lang wird Meran buchstäblich „auf den Kopf gestellt“ – poetisch, überraschend und grenzenlos kreativ.

Begegnungsraum für alle

Dabei versteht sich Asfaltart  nicht nur als Festival, sondern als Ort der Begegnung. Menschen unterschiedlichster Generationen und Kulturen kommen zusammen, erleben Straßenkunst hautnah und entdecken die Stadt neu. Zum Jubiläum richtet sich der Blick deshalb auch auf all jene, die Asfaltart geprägt haben: Künstler, freiwillige Helfer, Partner und die Menschen aus nah und fern.

238 Shows und 50
internationale Künstler

Bereits vor dem offiziellen Start wird gefeiert: Das Pre-Festival findet am 11. Juni in Schenna statt, ehe Asfaltart vom 12. bis 14. Juni das Zentrum Merans erobert. Den Abschluss bildet das After-Festival am 15. Juni in Dorf Tirol.

Neu positioniert wurde heuer der Kunsthandwerksmarkt, der erstmals bei der Wandelhalle stattfindet. Auch kulinarisch setzt das Festival Akzente.Unter dem Motto „Less is more –
more is bio!“ verfolgt Asfaltart bewusst ein nachhaltiges Konzept mit regionalen Produkten und hoher Qualität statt Massenangeboten. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die heurige Jubiläumsausgabe zudem mit dem „Focus Catalunya“. Vier Künstlergruppen aus Katalonien wurden eingeladen – als kulturelle Brücke zwischen zwei autonomen Regionen Europas, die beide ihre sprachliche und historische Identität pflegen. Das Festival besitzt mittlerweile sogar eine eigene App mit Programmpunkten, Künstlerinfos, Lageplänen und Uhrzeiten. 20 Jahre Asfaltart verspricht ein Wochenende voller Leidenschaft, Lachen, Poesie und einem außergewöhnlichen Kulturmix.

Josef Prantl