
Galakonzert „Oper, Operette und Musical“ im Stadttheater Meran.
Am Samstag 25. April um 19.30 Uhr findet im Stadttheater Meran das Galakonzert „Oper, Operette und Musical“ unter der Leitung von Richard J. Sigmund statt. Auf der Bühne stehen 13 Solisten aus 10 Nationen gemeinsam mit dem Vokalensemble Amaté, das aus Sängern aus Meran und der Umgebung besteht. Organisiert wird der Abend vom Kulturverein Amaté EO und bildet zugleich den Abschluss der diesjährigen „Spring Stage“ der Merano Academy.
Der Kulturverein Amaté EO engagiert sich seit mehreren Jahren in der Förderung junger Sänger sowie in der Organisation von Konzert- und Bühnenprojekten im Bereich Oper, Operette und Musical. Neben der Arbeit mit internationalen Nachwuchssolisten gehört auch das Vokalensemble Amaté zum Verein. In diesem Ensemble wirken Sänger aus Meran und der Region regelmäßig an Konzerten und Produktionen mit und gestalten gemeinsam mit internationalen Gästen verschiedene Projekte des Kulturvereins Amaté EO.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinsarbeit sind die Ausbildungs- und Projektphasen der Merano Academy unter der Leitung von Richard J. Sigmund. Im Rahmen dieser sogenannten „Stages“ arbeiten junge Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Ländern unter professioneller Anleitung an Gesangstechnik, Interpretation und Bühnenpräsenz. Viele Teilnehmende kehren über mehrere Jahre nach Meran zurück, um ihre künstlerische Entwicklung im Rahmen dieser Projekte fortzusetzen.
Das Opernstudio hat sich zum Ziel gesetzt, junge Sänger an große Bühnen zu vermitteln. Dafür besteht eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Agenturen und Theatern. So werden junge Solisten behutsam zur Bühnenreife geführt, während zugleich durch die Zusammenarbeit mit ambitionierten Laiensängern eindrucksvolles Musiktheater entsteht.
Gerade diese Verbindung macht den besonderen Reiz aus: Menschen, die sich künstlerisch entfalten und gemeinsam etwas auf die Bühne bringen möchten. Der Verein gliedert sich daher in verschiedene Gruppen – Chorsänger, Solisten sowie Teams für Bühnenbau und Kostüm. Aus diesem gemeinsamen kulturellen Engagement entstehen Produktionen, die das Publikum in die Welt des Theaters eintauchen lassen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Opern erfolgreich aufgeführt, darunter Werke von Mozart und Puccini, ergänzt durch große Konzerte. Mitunter gab es sogar Uraufführungen, die gezielt für einzelne Mitwirkende geschrieben wurden. So entstand beispielsweise das Musical „Jenseits des Flusses“, das sich mit dem Leben und Wirken auf einer Palliativstation beschäftigt, sowie „Jenseits – Lights to Africa“, das die Geschichte von drei Schwestern in Afrika erzählt. Bereits im Februar präsentierten Teilnehmer der Academy ein geistliches Konzert in der Kapuzinerkirche Meran. Das Galakonzert im Stadttheater bildet nun den öffentlichen Abschluss der aktuellen Arbeitsphase. Das Programm des Abends umfasst Arien und Ensembles aus Oper und Operette sowie bekannte Musicalnummern. Internationale Solostimmen treffen dabei auf das Vokalensemble Amaté, wodurch sich eine abwechslungsreiche Verbindung aus solistischen und chorischen Beiträgen ergibt. Auch künftig plant der Kulturverein Amaté EO weitere Projekte: Für 2026 sind unter anderem eine Sommerakademie mit Konzerten in Griechenland, der Internationale Gesangswettbewerb „Aria d’Oro 2026“ sowie eine Produktion des Musicals Sister Act im Stadttheater Meran vorgesehen. Die BAZ hat mit einigen Mitwirkenden und Beteiligten gesprochen.
Was schätzen Sie an den verschiedenen Projekten des Kulturvereins Amaté EO?
Veronika (Mals): „Ich erlebe im Vokalensemble Amaté immer wieder vielseitige musikalische Herausforderungen. Besonders schätze ich die gemeinsamen Auftritte – sowohl in Meran als auch auswärts – sowie die Möglichkeit zur Einzelstimmbildung. Diese Kombination aus Ensemblearbeit und persönlicher Weiterentwicklung macht die Projekte des Kulturvereins Amaté EO für mich besonders wertvoll.“
Was motiviert Sie, sich mit so viel Engagement in die organisatorische Arbeit im Kulturverein Amaté EO einzubringen?
Alexandra (Mölten): „Mich motiviert vor allem das Gefühl, Teil von etwas Sinnvollem zu sein. Organisation bedeutet für mich, im Hintergrund Strukturen zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Ideen umgesetzt werden können. Wenn Veranstaltungen gelingen und die Zusammenarbeit im Verein gut funktioniert, ist das eine große Motivation. Gleichzeitig gibt mir diese Aufgabe persönlich viel zurück – Verantwortung zu übernehmen, Lösungen zu finden und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“
Welche künstlerischen Erfahrungen konnten Sie aus den Stages der Merano Academy persönlich mitnehmen?
John Sweeney (USA): „Die Merano Academy verbindet technische Ausbildung mit konkreter Bühnenerfahrung. Während der Stages wird intensiv an Stimme, Interpretation und Darstellung gearbeitet, gleichzeitig entstehen wertvolle Möglichkeiten, das Gelernte unmittelbar auf der Bühne umzusetzen. Besonders schätze ich, dass im Kulturverein Amaté EO hohe künstlerische Ansprüche mit einem respektvollen und menschlichen Umgang verbunden werden. Für mich persönlich war die Teilnahme eine sehr bereichernde Erfahrung.“
Sie nehmen als mittlerweile anerkannte Solistin bereits seit mehreren Stages an der Merano Academy teil. Was führt Sie immer wieder zurück nach Meran?
Loes Cools (Belgien): „Die Merano Academy gibt mir einen professionellen und sicheren Raum, zu den Grundlagen zurückzukehren: Atmung und Musik. Auch die Zusammenarbeit mit internationalen KollegInnen schafft Begegnungen, Verständnis und Freundschaften über kulturelle Grenzen hinweg. Die SängerInnen des Kulturvereins Amaté sind für mich inzwischen wie eine zweite Familie. Gemeinsames Singen und Musizieren zeigt, wie Kultur Menschen verbindet und wie unersetzlich Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist.”