

Mit zunehmendem Alter kehren bei mir immer häufiger Erinnerungen an die Schulzeit zurück. Und an Erzieher und Lehrer, die mich fürs Leben prägten. Meine besten Lehrer waren interessanterweise drei Italienischlehrer. An sie möchte ich hier erinnern.
Im 2. Teil geht es um meinen ersten Italienischlehrer im Johanneum, Don Guido Crepaz.
Ich studierte dann vom Herbst 1954 bis zur Matura im Sommer 1962 im Johanneum in Dorf Tirol. Wir hatten dort durchaus gute Lehrer bzw. Professoren, wie man die Lehrer an Mittel- und Oberschulen damals nannte. Es waren bis auf wenige Ausnahmen alles Priester. Zwei sind mir besonders gut in Erinnerung geblieben, nämlich die Italienischlehrer Don Guido Crepaz und Prof. Giuseppe Magagna. Don Guido Grepaz ist am 27. September 1922 in Trient geboren und war von 1950 bis 1965 Italienischprofessor im Johanneum, hernach 23 Jahre lang Rektor des italienischen Knabenseminars in Bozen, anschließend 8 Jahre lang Pfarrer in der Pfarrei Regina Pacis in Bozen und schließlich noch einige Jahre Seelsorger in Buchholz.
Guido Crepaz unterrichtete uns in der Mittelschule, klar und verständlich und auch angemessen streng. Ich hatte bei ihm einmal Nachprüfung, was mir nicht schadete. Später begleitete er uns auf unserer Maturareise nach Wien. Ich habe ihn als sehr kultivierten, bescheidenen, in sich ruhenden und feinen Menschen in Erinnerung. Er starb im Jänner 2020 mit 97 Jahren. Bei seiner Verabschiedung in der Pfarrkirche Regina Pacis verstand ich, dass er zu den Großen der italienischen Gemeinschaft gehörte.
Franz Berger