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Jugend im Landtag

Mit dem einstimmigen Beschlussantrag Nr. 139/24 hat der Südtiroler Landtag den Weg für einen Kinder- und Jugendlandtag geebnet. Ziel ist es, jungen Menschen echte Mitwirkung zu ermöglichen und ihnen Einblick in parlamentarische Abläufe zu geben. Damit wird ein weiterer Schritt gesetzt, um politische Bildung und Beteiligung auf Landesebene zu stärken.
Auf dieser Grundlage habe ich die Landesjugendbeiräte der drei Sprachgruppen sowie die zuständigen Landesämter beauftragt, ein offenes und breit abgestimmtes Konzept zu erarbeiten. In mehreren Sitzungen und im engen Austausch mit Fachstellen wurde intensiv daran gearbeitet, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ergänzend haben sich die Arbeitsgruppen Modelle in Salzburg und Trient vor Ort angesehen, um bewährte Ansätze kennenzulernen und daraus für Südtirol zu lernen. Die nun vorliegenden Vorschläge zeigen unterschiedliche Wege der Jugendbeteiligung auf und bewerten diese im Hinblick auf ihre Eignung für Südtirol. Sie machen deutlich, dass es verschiedene Ansätze gibt, die sich in Struktur, Ausrichtung und institutioneller Verankerung unterscheiden. Allen gemeinsam ist das Ziel, jungen Menschen eine aktive Mitwirkung zu ermöglichen, ohne bestehende Vertretungsstrukturen zu ersetzen, und zugleich einen Bezug zur parlamentarischen Arbeit herzustellen. Ein Jugendlandtag kann ein wichtiger Schritt sein, um demokratisches Verständnis zu stärken, Verantwortungsbewusstsein zu fördern und junge Stimmen stärker in politische Prozesse einzubinden. Gerade in einer Zeit, in der Vertrauen in Institutionen nicht selbstverständlich ist, braucht es solche Formate, die Dialog ermöglichen und Beteiligung konkret erlebbar machen. Auf dieser fundierten Grundlage liegt es nun am Südtiroler Landtag, die nächsten Entscheidungen zu treffen und den Jugendlandtag auf den Weg zu bringen. Ich bin überzeugt: Es ist ein wichtiger Schritt, um junge Menschen stärker in unsere Demokratie einzubinden.