Die Inseln meines Lebens

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Die Inseln meines Lebens

Das eigene Leben besteht aus mehreren Bereichen (Inseln), denen wir verschiedene Wertigkeiten zuordnen. Einige Inseln suchen wir uns selbst aus, auf anderen müssen wir uns aufhalten.

Die Inseln  sind: die eigene Insel, die Insel der Partnerschaft, die Familieninsel, die Insel der Freund­schaft, die Insel der Ar­beit, die Insel der Freizeit­ak­ti­vi­täten, die Insel der Reisen, die Insel der Vereine, die Insel Mu­sik…
Auf einigen Inseln laden wir unsere Energiereserven auf und fühlen uns darauf wohl, auf anderen hingegen geht es uns nicht gut, und wir verlieren auf diesen an Lebenskraft. Auch die Rollen, die wir innehaben, unterscheiden sich von Insel zu Insel.

Psychologin Martina Pixner.

Wenn wir im Alltag auf einer Insel sehr gefordert werden, viel Energie hineinstecken und wenig herausbekommen, kann es sein, dass wir auf dieser stecken bleiben. Un­sere Gedanken drehen sich andauernd um das, was auf dieser Insel vor sich geht. Dies kann zu schlechten Gefüh­len oder einem Verlust des Selbst­vertrauens führen. Wenn wir auf einer Insel festsitzen, vergessen wir die anderen Inseln, auf denen wir tanken könnten, aufzusuchen. Wir nehmen uns keine Zeit für Partnerschaft, Freunde, Frei­zeit­vergnügen, da wir glauben, zuerst das Problem auf der energiezehrenden Insel in den Griff bekommen zu müssen.
Dies kann über kurz oder lang zu einer Erschöpfung führen. Des­halb ist es wichtig sich wieder auf die anderen Inseln zu besinnen. Der Aufenthalt und die Pflege der anderen Inseln kann zu mehr Wohlbefinden und zu einem erfüllten oder zufriedenen Leben führen.
Um sich einen Überblick über seine eigene Inselwelt zu schaffen, kann man innehalten und sich fragen, auf wie vielen Inseln man sich derzeit aufhält.
Sind genügend kräftespendende Inseln da oder müssen neue gesucht oder alte wieder belebt werden?