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Besser sehen & hören

Solange Augen scharf sehen und Ohren jedes kleinste Geräusch wahrnehmen, ist die Welt noch in Ordnung. Damit dies so lange wie möglich bleibt, müssen wir unsere Sinnesorgane lebenslang schützen und pflegen.

Das Auge ist eines unserer wichtigsten und empfindlichsten Sin­nesorgane. Überlastete, mü­de oder trockene Augen stellen ein zunehmendes Alltags­problem dar. Wenn unser Sehvermögen gestört ist, hat das Aus­wirkungen auf unsere Lebensqualität. Kom­mu­nikation nach außen hin kommt zum Erliegen und Ein­samkeit macht sich breit. Wer unter Sehstörungen zu leiden beginnt, sollte auf jeden Fall einen Augenarzt aufsuchen, um feststellen zu lassen, worin das Seh­pro­b­lem liegt. Ausführliche Seh­tests, die Ermittlung des Ge­sichts­­fel­des, Messungen des Au­genin­nendrucks und die Unter­su­ch­ung des Au­gen­hinter­grundes gehören heu­te zu den wesentlichen Un­ter­suchungen. Aufgrund der gestellten Diagnose werden dann eventuell Medikamente, spezielle Therapien oder das Tra­gen von Brillen verordnet.
De­generative Entwicklungen des Au­ges wie beim Grauen Star (Glau­kom) oder der Makula-De­generation sind besonders im Alter sehr häufig. Personen, die erstmals Seh­schwie­rigkeiten haben, gehen meist zum Augenarzt und dann mit der eventuellen Brillen­ver­schreibung zum Op­tiker. Zum Optiker direkt gehen sehr oft Brillenträger, die ihre Augen­stär­ke kontrollieren lassen möchten, weil sie glauben, eine stärkere Seh­brille zu brauchen. Dabei stellt sich die Frage, ob Brillen­gläser oder Kontaktlinsen die Seh­stärke korrigieren sollen.

Brille oder Kontaktlinse?
Diplomoptiker Stefan Comel von Optik Graf, dem  ältesten Optik­ge­schäft in Meran,  ist seinen Kun­den eine große Hilfe bei der Entschei­dungs­fin­dung, da er seine Kunden objektiv  auf die Vor- und Nachteile von Brillen und Kontaktlinsen hinweist.

Haben die Kontaktlinsen endgültig die Brillen verdrängt?
Nein. Jüngere Personen bevorzugen die Kontaktlinsen. Allerdings sollten diese nicht länger als 8 bis 10  Stunden am Tag getragen wer­den. Die mittlere Generation trägt gerne Kontaktlinsen, vor allem bei sportlichen oder körperlichen Aktivitäten und ist bereit, die Kontaktlinsen stundenweise durch Sehbrillen zu ersetzen, um die Augen zu entspannen. Über 50-Jährige bevorzugen nach wie vor das Tragen von Bril­len, weil sie Kontaktlinsen als läs­tig und ermüdend empfinden.

Konnten sich die Gleitsichtbrillen in den vergangenen Jahren endgültig durchsetzen?
Ja, weil Gleitsichtgläser technisch optimiert wurden und wir in der Anpas­sungs­phase mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die ältere Generation hingegen, die mit Weitsicht und Lesebrillen aufgewachsen ist, mag die Gleit­sicht­brillen nicht.

Welche Rolle spielen Mode und Design beim Kauf einer Brille?
Waren früher die Sehstärke einer Brille, die Spiegelung der Gläser oder die fotochromatische Funk­tion der wichtigste Ent­schei­dungs­­grund und nur bei Son­nen­brillen das Design wichtig, so sind heute die Farbe des Bril­len­gestells, die Größe der Gläser und das Design von maßgeblicher Bedeutung. Auffallend ist das unterschiedliche Ver­halten zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung.

Welche Vorsorgemaßnahmen zum besseren Schutz der Augen sind zu empfehlen?
In der Freizeit und bei der Arbeit wird das menschliche Auge unterschiedlich beansprucht und Gefährdungen ausgesetzt:  Star­kes UV-Licht im Hoch­ge­birge, an Seen und am Meer ist für das menschliche Auge schädlich. Besonders Kindern und Jugend­lichen sowie lichtempfindlichen Erwachsenen ist daher das Tr­a­gen guter Sonnenbrillen sehr zu empfehlen. Zudem drohen den Augen bei zahlreichen Arbeiten durch äußere Einwirkungen zusätzliche Gefahren. Wer viel am Computer sitzt und Probleme beim Sehen bemerkt, sollte frühzeitig an eine entspannende Bril­le für den Nahbereich denken. Ar­beiter auf Baustellen, in Fa­briken und Labors, beim Holz­schnei­den oder Handwerken sollten sich vor Staub, Spänen, Split­tern oder Dämpfen und Strah­­lungen mit Schutz­brillen schützen.
Beim Kauf von Schutz­brillen sollte besonders auf deren Be­nut­zer­freund­lichkeit und den Hin­weis auf die entsprechenden europäischen Normen geachtet werden.

 

 

Wie wichtig ist  gutes Hören?
Gutes Gehör ist sehr wichtig. Um sozial interagieren zu können, um geistig fit zu bleiben und auch, um sich wohler zu fühlen. Wir von AudioVita möchten für Sie Punkte aufzählen, die unserer Meinung nach die Wichtigkeit nochmals unterstreichen sollen:

Nur wer gut hört, betreibt sinnvolle Kommunikation
Kommunikation bedeutet Sprechen, Hören und Verstehen. Bei Kleinkindern sorgt das funktionierende Gehör für den Sprach­erwerb, im späteren Leben ist es die Voraussetzung dafür, dass wir differenziert hören können und alle Bedeutungen und Zwischentöne in der Kommunikation aufnehmen und auch verstehen.

Wer gut hört, hat eine positive Lebenseinstellung

Zufriedenheit und Optimismus hängen eng damit zusammen, wie sich der Einzelne in seiner persönlichen Umgebung zurechtfindet. Gutes Hören spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn es gibt uns Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen, so dass Missverständnisse gar nicht erst entstehen können. Wer gut hört, hat weniger Stress. Gutes Hören erleichtert die alltäglichen Gesprächssituationen, die durch Ne­bengeräusche und laute Umgebungen häufig schwierig sind. Wer vieles nicht oder falsch versteht, muss ständig nachfragen, wird unsicher und gerät in stressige Situationen, die dauerhaft das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen. Dagegen helfen Hörgeräte, die Probleme beim Hören und Verstehen effektiv auszugleichen.

Wer gut hört, kann selbstsicher auftreten

Markus Thaler von AudioVita beim Gehörtest

Anerkennung und Akzeptanz stellen sich über das persönliche Auftreten und die Wirkung gegenüber den Mitmenschen her. Das intakte Gehör gibt die notwendige Sicherheit für Orientierung und aktive Teilnahme an Gesprächen und stärkt damit das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit.

Wer gut hört, kann sich gut orientieren

Einen sehr großen Teil der mensch­lichen Orientierungsfähigkeit leistet das Gehör durch die Fähigkeit des räumlichen Hörens. Denn die Augen zeigen nur das, was man gerade im Blickfeld hat. Und unter schwierigen Sichtverhältnissen oder im Dunkeln übernehmen die Ohren sogar die gesamte Orientierung.

Wer gut hört, lebt sicherer

Das funktionierende Gehör warnt uns vor herannahenden Gefahren und gibt dadurch Sicherheit im Straßenverkehr, in der Dunkelheit und in unbekannter Umgebung. Und gutes Sprachverständnis sorgt für Souveränität und Selbstsicherheit im Umgang mit den Mitmenschen.

Wer gut hört, ist erfolgreicher

Berufs- und Privatleben sind von Kommunikation geprägt. Für die berufliche Entwicklung und die Karriere ist ein einwandfreies Hör­vermögen ein unbedingtes Muss. Machen Sie noch heute einen Termin bei uns, wir sind in sieben Hörzentren und mehreren Service-Stellen in Südtirol für Sie da. Wir messen Ihr Gehör und kontrollieren, wie es um Ihre Sprachverständlichkeit steht. Bei leichten Schwerhörigkeiten geben wir wertvolle Tipps für den Alltag, sollten Sie Hörgeräte benötigen, so informieren wir Sie über alle aktuellen Möglichkeiten. Wer bereits Hörgeräte hat, kann diese gerne bei uns überprüfen und einstellen lassen, gerne werden diese auch kostenlos gereinigt und gewartet.

 

 

Hören mit Hörhilfen
Wie wichtig das Gehör ist fällt uns meist erst auf, wenn wir plötzlich schlechter hören, wenn Stimmen von Freunden, im Radio oder Fernsehen oder Vogelgesang und Musik gedämpfter klingen oder wenn Geräusche im Ohr andere Töne übertönen.
Manchmal verschlechtert sich das Hörvermögen von einem Moment auf den anderen (Hörsturz), manchmal können aber auch laute Geräusche, Medikamente oder eine Erkrankung des Gehörs oder gewisser Gehirnzentren Aus­löser von Hörproblemen sein. Mit zunehmendem Alter macht sich aber auch ein natürlicher Abnutzungsprozess bemerkbar. Wer das Gefühl hat, schlechter zu hören, oder Beschwerden im Ohr verspürt, sollte rechtzeitig einen Ohrenarzt aufsuchen. Der wird aufgrund seiner Diagnose eine entsprechende Therapie, ein Medikament oder eine Hörhilfe verschreiben.

Das ideale Hörgerät
Seit dem Jahr 2002 gibt es in Meran den Hörexperten Zelger. Die Akustikerin Monica Pauletto ist dort Ansprechpartnerin für die Kunden die ihr Gehör testen lassen wollen oder mit einer Verschreibung eines Hals-Nasen-Ohrenarztes kommen. Dann geht es meist um den Kauf eines Hörgerätes, wobei alle Hörgeräte dieselbe Aufgabe haben: sie sollen akustische Informationen hörbar und verständlich machen, insbesondere den Schall, der für das Sprachverstehen von Bedeutung ist.

Frau Pauletto, wird bei Ihnen der Gehörtest nochmals gemacht?
Nur dann, wenn der vom HNO-Arzt getätigte Gehörtest weit zurück liegt. Oftmals testen wir noch die Zwischenfrequenzen des Gehörorgans, weil diese nicht immer vorliegen.  Mit der genauen Erfassung der Zwischenfrequenzen können die Hörgerät-Einstellungen viel genauer gemacht werden.

Wie ermitteln Sie das ideale Hörgerät?
In erster Linie wird das Alter des Kunden, dessen Ohrform und Fingerfertigkeit sowie seine Wünsche für das Hörgerät ermittelt. Gemeinsam wird dann entschieden, ob das Hörgerät im Ohr oder hinter dem Ohr platziert und ob das Hörsystem mit Batterie oder einem Akku betrieben werden soll. Steht einmal fest, welches Gerät am geeignetsten ist, wird der Kunde das neue Hörgerät einen Monat lang testen. Manche Kunden gewöhnen sich leichter an das neue Gerät,  andere brauchen eine längere Gewöhnungsphase.

Wann werden In-dem-Ohr-Geräte bzw. Hinter-dem-Ohr-­Geräte empfohlen?
Fingerfertige Kunden tun sich leichter mit dem Regeln der Hörgeräte. In-dem-Ohr-Geräte, die heute sehr klein sind, werden mit kleinen Batterien betrieben, die nach dem Aufbrauchen ausgetauscht werden müssen. Hinter-dem-Ohr-Geräte hingegen verfügen über einen Akku, der an einer Ladestation aufzuladen ist. In-dem-Ohr-Geräte können jedoch bei Mittelohrentzündungen und verwachsenen Gehörgängen nicht eingesetzt werden. Die früher verwendeten Hörbrillen, wo das Hörgerät im Brillenbügel integriert war, werden heute nur noch selten verkauft.

Womit sollten wir unser Gehör schützen?
Es gibt verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Dämmwerten, die von anatomisch geformten Stöpseln über Filter bis hin zu Kopfhörern reichen. Wer mit lauten Geräten und Maschinen zu tun hat, wird gute Kopfhörer tragen, wer sich vor lautstarker Musik, Discolärm oder lauten Verkehrsgeräuschen sowie vor Wasser schützen möchte, kann sich mit schall- bzw. wasserdichten Stöpseln schützen.

Was können Sie empfehlen, damit das aktive Hören gefördert wird?
Es ist wichtig, das Gehör täglich mit unterschiedlichen Geräuschen zu fordern, damit es leistungsfähig bleibt. Auch das Gehirn sollte täglich trainiert werden, um einer schleichenden Hörentwöhnung vorzubeugen. Zudem ist im höheren Alter die Teilnahme am sozialen Leben mit Gesprächen sehr wichtig. Vorsorge heißt aber auch ab dem mittleren Alter periodisch einen Gehörtest zu machen, um zu sehen, wie das Gehör noch funktioniert.

Ist Schwerhörigkeit nur  ein Problem der älteren Generation?
Nein, auch bei jungen Menschen sind durch Konzerte, Bälle und Discos, wo der Geräusch­pegel sehr hoch ist, Gehörprobleme vor­programmiert. Bei fortschreitendem Gehörverlust ist es unbedingt notwendig, sein Gehör testen zu lassen, um irreversiblen Schäden vorzubeugen.

 

von Wilfried Mayr