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Die Saalwiesen

Einsames Kleinod am Deutschnonsberg. Eine Schneeschuhwanderung in einem Gebiet, das zu den stillsten und einsamsten des Landes zählt, wo nur die Spur von Rehen und Eichhörnchen sowie Mäusen und Meisen anzutreffen ist.

Ein Eisnadelkleid

Der Forstweg führt kurz hinauf in den Wald und mündet bei einer Winterweide – die Tiere stehen buchstäblich im Schnee. Was die sich wohl denken? Ob sie von grünen, saftigen Weiden träumen?
Mark. 54 – unser Wegweiser
Es geht sanft aufwärts, richtig steil ist es nie. Nach etwa einer Viertelstunde zweigt links der Weg Nr. 53 ab, auf dem wir zurückkehren; jetzt halten wir uns rechts. Nun wird der Weg flacher, manchmal führt er sogar leicht abwärts. Zur Rechten tun sich immer wieder tief eingeschnittene Quertäler auf. Ob­wohl wir durch Neuschnee stapfen und die allererste Spur ziehen, ist der Forstweg durchwegs gut sichtbar.
Wir überqueren ein erstes und später ein zweites Bäch­lein. Der Forstweg zieht sich in einem weiten Bogen dahin.

Wir kommen zum „Wassertal“
Durch dieses schreiten wir nun bergan. Jetzt im Winter könnte man das „Wassertal“ in „Eistal“ umtaufen, das überall glitzert, obwohl darunter leise das Wasser rauscht. Die Sonnenstrahlen tanzen darüber hinweg, die Meisen jubilieren um die Wette, einzelne Rehspuren zeugen davon, dass hier zur Winterszeit nur Vierbeiner diesen Weg benützen. Rechts und links dieses Eisweges türmt sich der Schnee. Dank der Schneeschuhe kommen wir auch übers Eis gut voran. Zu unserer Rechten beginnt plötzlich ein Zaun. Eine herrliche Alm dehnt sich dahinter aus.

Die Saalwiesen im Winterschlaf
Am unteren Ende der Almwiese steht eine winzige Holzhütte.Das Sonnenlicht flutet über die Schnee­decke und lässt Aber­tau­sende von Schnee­kristallen aufblitzen. Wir überqueren von links unten nach rechts oben die ganze Almwiese, und finden am oberen Waldrand sogar ein schnee­freies, trockenes Plätz­chen. Hier halten wir eine ausgiebige Mittagsrast, die Stärkung im Rucksack schmeckt ausgezeichnet, und wir lassen uns von der Sonne bescheinen.

Oberhalb der Saalwiesen

Das schmale Tälchen, das von hier aus weiter aufwärts führt, hat nun die Markierung 54 und 55. Nur noch eine knappe halbe Stunde  geht es aufwärts und schon sind wir am höchsten Punkt, auf der Mittagsscharte.

Auf der Mittagsscharte
Auf der andern Seite, gleich unterhalb des Kammes, sehen wir bereits einen hölzernen Wegweiser. Hier verläuft der Wandersteig Mark. 50. Wenn wir ihn nach rechts weitergehen, kommen wir in einer Dreiviertelstunde auf das Schönegg mit seiner wunderbaren Aussicht. Ansonsten geht es von hier aus in einer Stunde zurück zum Gampenpass. Wir wandern gemütlich in Richtung Gampenpass. Erst in der letzten Viertelstunde müssen wir etwas steil hinunter. Nach dem Steilstück treffen wir auf Tisch und Bank und den letzten Wegweiser zum Gampenpass (5 Min.!).

Ein gemütlicher Rückweg
Hier biegen wir nun scharf nach links ab in die entgegengesetzte Richtung. Ein Forstweg – bald finden wir die Mark. 52 – führt uns nun in sanftem Auf und Ab diese Bergseite entlang. Nach etwa einer Viertelstunde kommen wir auf eine Lichtung mit Bächlein und Markierungsstein. Wir halten uns immer rechts, für einige Minuten nur wird der Weg zum ganz schmalen Steig, der sich dann wieder verbreitet. Eine Markierung 51 führt rechts hinunter, wir wandern auf 52 geradeaus weiter, an einem Hochstand vorbei, bis unser Weg in einen vom Tal aufwärts führenden Forstweg Nr. 53 einmündet. Nun geht’s auf Markierung 53 hinunter und bald schon entdecken wir die Kreuzung, auf der wir vor einigen Stunden die Mark. 54 hinauf sind. In 10 Min. sind wir beim Pfitscher an der Hauptstraße und damit zurück in der Zivilisation

von Christl Fink

 

Anfahrt: Mit dem öffentlichen Bus der Linie 246 in Richtung Fondo bis zur Bushaltestelle beim Gasthaus Pfitscher. Mit dem Privatauto von Lana über den Gampenpass bis zum Gasthaus Pfitscher vor St. Felix an der linken Straßenseite.

Ausgangspunkt: Forstweg hinter dem Gasthaus Pfitscher (1.350 m)

Gehzeiten insgesamt rund 4,30 Std. Zu den Saalwiesen: 1,30 Std. > Mittagsscharte: (1.636 m) knapp 30 Min. > Gampenpass: 1 Std. > Gasth. Pfitscher: 1,10 Min.

Beste Zeit: Mai bis Spätherbst, im Winter mit Schneeschuhen